Nein
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Verbote sind nicht schön, aber notwendig. Das gilt auch für die Hundeerziehung, und auch da für das einzige große Verbot, dass jedem Hund beigebracht werden muss, das „Nein“. Das zu lernen ist schwierig. „Nein“ ist nämlich der einzige Befehl, der grundsätzlich ohne Belohnung mit Futter auskommen muss. Warum? Weil man mit dem Vorenthalten des Futters in der jeweiligen Situation dem Hund das gewünschte Höchstmaß an Disziplin und Gehorsam abverlangt. Doch ohne diese Anstrengung funktioniert ein „Nein“ auf Dauer nicht.
Die Übungen konzentrieren sich dann auf den Moment des „Futterverwehrens“: Zunächst bekommt der Hund einen Futterbrocken angeboten, und dann, wenn er es ohne Befehl von sich aus nehmen will – mit anderen Worten: stehlen möchte – dann kommt das Kommando „Nein“. So erreicht man, dass der Hund das Kommando erlernt. Schließlich soll er ja mit der Handlung schlicht und ergreifend aufhören. Da kann auch nichts belohnt werden. Denn „Nein“ heißt „Nein“.
 
Der größte Fehler bei den Übungen wäre, dass dem Hund zu lange kein Futter gegeben wird. Er soll ja lernen, dass er nur dann nicht an sein geliebtes Fressen darf, wenn der Mensch mit einem „Nein“ es verhindert. Das heißt: Der Hund muss den Befehl „Nein“ verknüpfen mit einem Verbot, an das er sich zu halten hat. Er soll nicht lernen, dass er nichts mehr zu fressen bekommt.
„Nein“ ist die Grundlage des Zusammenlebens von Mensch und Hund. Der Hund muss die vom Menschen gesetzten Grenzen akzeptieren. Dabei dürfen die Grenzen vom Menschen nicht willkürlich verschoben werden. Das bedeutet: Einmal verboten ist immer verboten, einmal erlaubt ist immer erlaubt. Nicht: Heute darf er auf das Bett und morgen darf er wieder nicht.
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